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Liebe Freunde!
Wir ergreifen gern die Gelegenheit, den Briefwechsel, der vor längerer Zeit sehr gegen unseren Wunsch unterbrochen wurde, wieder aufzunehmen. Ganz besonders freuen wir uns, daß die Anregung dazu von Deiner Seite, lieber Sándor, ausgegangen ist. Wir hoffen, daß das wiedererweckte Komitee in Zukunft ohne innere Schwierigkeiten zusammenarbeiten wird und werden hierzu gern das Unsrige beitragen.
Mit besonderer Freude begrüßen wir die Bereitschaft des Herrn Professor, an unserem Briefwechsel in der alten Weise teilzunehmen. Wir hatten erwartet, daß Fräulein Anna die Korrespondenz führen werde. Doch sind wir nicht damit einverstanden, daß sie lediglich als Sekretärin ihres Vaters mitwirkt, sondern möchten sie als gleichberechtigtes Mitglied in unseren Kreis aufnehmen, damit sie auch an unseren Beratungen gelegentlich unserer Zusammenkünfte teilnehmen kann.2 Übrigens sind wir der Ansicht, daß die Tatsache unseres Briefwechsels nicht als strenges Geheimnis gehütet zu werden braucht, wenn auch natürlich kein Außenstehender Einblick in denselben erhalten soll.
Wir haben mit Genugtuung erfahren, daß Du, lieber Sándor, nunmehr unsere Anschauung über das Verhalten von Rank vollkommen teilst. Wir würden aber auch gern erfahren, wie Du Dich zu seinen wissenschaftlichen Neuerungen stellst. In Salzburg schienst Du diesen Anschauungen nahezustehen, was wir auch aus einigen Stellen Deines letzten Buches und insbesondere aus dem Vortrag von Róheim schlossen. Es liegt uns ganz fern, in abweichenden Meinungen Deinerseits den Grund zu einer Entfremdung zu sehen, doch scheint es uns wichtig, den Wiederbeginn des Briefwechsels zum Anlaß einer rückhaltlosen Aussprache zu machen, damit wir dann für weitere wissenschaftliche Diskussionen freie Bahn finden.
Soweit war dieser Brief schon einmal geschrieben, als wir weitere Mitteilungen aus Wien, Budapest und London fast gleichzeitig erhielten. Wir
Maschinenschriftlicher Brief.
Anna Freud hat die Aufnahme ins Komitee »als sehr schönes G
Maschinenschriftlicher Brief.
Anna Freud hat die Aufnahme ins Komitee »als sehr schönes G