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Liebe Freunde!
Wir eröffnen heute die Korrespondenz, deren Unterbrechung ich lebhaft bedauert hatte. Das neu eintretende Mitglied, meine Tochter und Sekretärin, weiß die Anerkennung zu schätzen.
Wir teilen mit, daß die Vereinigung in ihrer letzten Sitzung sich für Luzern entschieden hat und als Zeitpunkt des Kongresses die erste Hälfte des Monats September allen anderen Bestimmungen vorzieht. Wahrscheinlich werden die anderen Vereinigungen sich ähnlich äußern.2
Frau Dr. Deutsch, die unter der Nachwirkung ihrer Berliner Eindrücke steht, ist mit dem Plane hervorgetreten, ein Lehrinstitut zu gründen, welches von der Leitung der Poliklinik unabhängig ist. Dasselbe soll den Lehrplan festsetzen, die Überweisung der Patienten an ihre Analytiker übernehmen und die Kontrollanalysen der Lernenden durchführen. In seiner Organisation soll es aus drei Mitgliedern bestehen, Obmann, Stellvertreter und Schriftführer und sich die Personen der Vo rtragenden als Lehrkörper angliedern. Als Leiter dieses Lehrinstituts hat Frau Dr. Deutsch sich selbst vorgeschlagen3, als Stellvertreter Dr. Bernfeld, als Schriftführer Anna Freud. Die Namen der Vortragenden sind bekannt. Dieser Vorschlag ist in einer Sitzung des Vereinsvorstandes gebilligt worden und soll heute, den 15., zur Verhandlung in einer Geschäftssitzung kommen. Es wird erwartet, daß er trotz voraussichtlicher Opposition von manchen Seiten durchdringen wird. Die Leitung des Ambulatoriums selbst bleibe wie bisher bei Dr. Hitschmann. Die Bedeutung dieser Neuerung liegt darin, daß sie einen schonenden Versuch darstellt, die Tätigkeit Hitschmanns, gegen den sich schwerwiegende Bedenken erhoben haben, einzuschränken. Unter uns ist es kein Geheimnis, daß Dr. Hitschmann intellektuell sehr nachgelassen hat und Charaktereigenschaften entwickelt,
Maschinenschriftlicher Brief.
Der nächste Kongreß sollte 1925 in Bad Homburg stattfinden.
Diese Initiative von Helene Deutsch geht wohl auf eine Empfehlung Abrahams zurück, der ihr riet »Freud gegenüber
Maschinenschriftlicher Brief.
Der nächste Kongreß sollte 1925 in Bad Homburg stattfinden.
Diese Initiative von Helene Deutsch geht wohl auf eine Empfehlung Abrahams zurück, der ihr riet »Freud gegenüber