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Liebe Freunde:
Ich will die von London und Berlin gekommenen Anregungen einzeln beantworten:
Ich schließe mich den Berlinern an und bin für den monatlich einmaligen Briefwechsel (am 15. jedes Monats).
Auch in bezug auf die Ergänzung des Komitees teile ich die Ansicht, daß wir damit warten sollten. Eine Ausnahme möchte ich unbedingt bezüglich Frl. Anna Freuds machen, die ja faktisch die Sekretärin des H. Prof. ist und die uns bei den letzten schwierigen Verhandlungen mit Rank unschätzbare Dienste geleistet hat.2
Ich bin nach wie vor für die Geheimhaltung des Komitees als Institution3, um sonst unvermeidliche Empfindlichkeiten zu vermeiden, auch die Vereinigung könnte daran aus konstitutionellen Gründen Anstoß nehmen. Mit Brill sollten wir den privaten Verkehr fleißig pflegen und bei der nächsten Zusammenkunft über seine Aufnahme entscheiden. Im Prinzip hätte ich aber auch gegen seine sofortige Aufnahme ins Komitee nichts einzuwenden.
H. Prof. und Eitingon, die Zeugen meiner persönlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Rank waren, brauche ich über meine Stellung zu ihm nicht zu informieren. Den übrigen Mitgliedern des Komitees genüge einstweilen die Mitteilung, daß ich das persönliche Verhalten Ranks aufs schärfste verurteile und ihm dies vor dem Prof., Eitingon u. Frl. Anna Freud ins Gesicht sagte. Bezüglich des »Trauma der Geburt« weise ich auf die Einseitigkeit seines Erklärungsversuches hin, auf die ungenügende Darstellung des Zusammenhangs mit dem bisherigen psychoanalytischen Wissen. Die ubw. Geburtsphantasie wie schon früher die Mutterleibphantasie verdient unsere Aufmerksamkeit; ihre Erklärung aus dem Geburtstrauma allein ist sicherlich sehr voreilig. Vollkommen verwerfe ich die mir erst aus Frl. Anna Freuds und Brills Mitteilung bekanntgewordene
Art der Rank'schen Technik.4 In unserem gemeinsamen B