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Liebe Freunde!
Der abgelaufene Monat war besonders arm an Mitteilungen, welche für diesen Rundbrief verwertbar sind. Das wichtigste Ereignis dieser Zeit, die Rückkehr Ranks zu seinen früheren Freunden und zur psychoanalytischen Lehre ist durch zahlreiche Korrespondenzen zwischen uns von einem zum anderen erledigt worden. Er ist am 10. d. M. von Cherbourg abgereist und wird hoffentlich sein Versprechen halten, uns durch reichliche Berichte von seinem Schicksal dort zu unterrichten. Er ist der Träger eines Briefes3 an Brill, dessen Einsicht und Gutmütigkeit die Mission übertragen wird, die schwierige Lage, die er (R) dort vorfindet, in Ordnung zu bringen.
Das Lehrinstitut in der beschriebenen Zusammensetzung (Helene Deutsch, Bernfeld, Anna F.) und mit den erwähnten Absichten ist seither in der Vereinigung angenommen worden. Nicht ohne daß sich mehrfache Opposition geregt hätte, der das Komitee durch stetige Arbeit Herr werden soll. Über die Frage der außerordentlichen Mitglieder ist noch nicht verhandelt worden. Wir danken London und Berlin für ihre freundlichen Auskünfte.
Storfer entfaltet eine lebhafte Tätigkeit, von der er mir an einem der letzten Abende eingehende Rechenschaft gegeben hat. Drei neue Bände der Gesamtausgabe sind fertiggemacht, davon einer, der VI., bereits erschienen. Es erübrigt nur noch die Traumdeutung, welche Band II. und III. füllen wird. Band II soll das Original der 1. Auflage reproduzieren, Band III alle Zusätze und Ergänzungen in neuer Bearbeitung zusammenfassen. Leider habe ich wenig Zeit, mich dieser Aufgabe zu widmen, da ich durch einzelne Patienten, die ich sehen muß, Empfänge und Besprechungen in Anspruch genommen bin.