You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Liebe Freunde!
heute liegt eine große Anzahl von Themen vor, über die wir uns kurz äußern wollen.
Das Schicksal von Frink geht mir sehr nahe. Es scheint ja, daß er für uns wie für die Welt verloren ist. Er war der einzige Amerikaner, von dem ich nach Gesinnung und Begabung etwas erwartet hatte.
Um bei Amerika zu bleiben: Miss Newton schrieb mir einen Brief, in welchem sie beklagte, daß sie, obwohl Mitglied der Wiener Vereinigung, von dem Besuch der Versammlungen in Newyork ausgeschlossen wurde. Sie hat gleichzeitig den richtigen Weg beschritten, indem sie ein mit allen Belegen versehenes Schreiben an Abraham als unsern Präsidenten richtete. Ich will nur bemerken, daß die Wiener Vereinigung offenbar gegen die Vorschrift handelte, indem sie eine anderswo wohnende und dort ausübende Person zu ihrem Mitglied machte und dadurch in die Gefahr kam, der auswärtigen Vereinigung ein ihr vielleicht nicht genehmes Mitglied zu oktroyieren. Die Wahl geschah während der Zeit meiner Krankheit, als ich mich von den Vereinsangelegenheiten ferne hielt.
Ich höre, daß ich in Berlin durch meine Weigerung, Mr. Goldwyn zu empfangen, sehr populär geworden bin. Sachs, der heute bei uns war, meint, mein Absagetelegramm habe mehr Eindruck gemacht als die Traumdeutung. Ich konstatiere, daß die Zeitungsberichte über den Verlauf der Affaire ausnahmsweise einmal korrekt sind.2