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Liebe Freunde,
Die Frage des Kongreßortes scheint jetzt so weit geklärt, daß die Notwendigkeit, auf deutschem Boden zusammenzukommen, allseitig anerkannt wird, hoffentlich auch von Sándor, dessen Äußerung noch aussteht. Was den Zeitpunkt betrifft, so waren Max und ich bereit, den englischen Wünschen Rechnung zu tragen. Wir hören aber aus Bad Homburg, daß die letzten Tage des August noch zur »Saison« gehören, d. h. wir würden dann schlechter untergebracht sein. Unter diesen Umständen schien es uns besser, den ursprünglich gewählten Termin festzuhalten, zumal ein weiterer Brief von Ernest die Umlegung für nicht dringend erklärte.
In der Angelegenheit Newton hatte ich (A) 3 Briefe von Stern, Monroe Meyer2 (Sekretär der NY Ps-A Soc.) und Miss N. selbst. Die Gruppe nimmt Anstoß daran, daß Miss N., die als Gast zugelassen war, mehrfach zu praktizieren anfing und Empfehlungsschreiben versandte. Die Kollegen in New York stehen auf einem sehr entschiedenen Standpunkt, wollen also Miss N. nicht mehr zulassen, stimmen aber meinem Vorschlag einer Diskussion dieser Frage auf dem Kongreß zu. Sie möchten eine Statutenänderung dahingehend, daß Personen, die von einer Gruppe aufgenommen sind, auf Mitgliedschaft in einer andern nicht ohne weiteres Anspruch haben sollen. Ich glaube, man wird ihnen darin zustimmen müssen. Ich werde jedenfalls alles tun, um die immer etwas separationslustigen Amerikaner bei unsrer Organisation zu halten.3 Der Fall Newton wird sich vorläufig von selbst erledigen. Miss N. war ernstlich krank und beabsichtigt, New York für längere Zeit zu verlassen, eventuell nach
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. Bd. 2, S. 87, Anm. 3.
Eine Folge dieser Ereignisse war auch das Problem mit der sogenannten Laienanalyse, was dazu führte, daß Anna Freud auf dem Innsbrucker Kongreß 1927 die Frage stellte, »ob ein ordentliches Laienmitglied der Wiener Gruppe, z. B. sie selbst, das Recht haben würde«, ordentliches Mitglied einer amerikanischen Gruppe zu werden. Oberndorf antwortete
Maschinenschriftlicher Brief.
Vgl. Bd. 2, S. 87, Anm. 3.
Eine Folge dieser Ereignisse war auch das Problem mit der sogenannten Laienanalyse, was dazu führte, daß Anna Freud auf dem Innsbrucker Kongreß 1927 die Frage stellte, »ob ein ordentliches Laienmitglied der Wiener Gruppe, z. B. sie selbst, das Recht haben würde«, ordentliches Mitglied einer amerikanischen Gruppe zu werden. Oberndorf antwortete