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Liebe Freunde,
die Ostertage ermöglichen es, den diesmaligen [Rundbrief] zeitig fertigzustellen. Allerdings wird er nur 2 Unterschriften tragen, da Hanns in Wien ist.
Zur Telepathie-Frage: wir würden gern Näheres über die angestellten Versuche hören. Vermutlich waren sie ähnlich wie die in der englischen Zeitschrift (Ps. Research) beschriebenen. Ihr Manuskript, l. Herr Prof., haben wir alle drei studiert, auch den Nachtrag2 mit dem Beispiel Forsyth, finden aber, daß dieses nicht so eindeutig überzeugend wirkt wie die beiden anderen.
Die Berichte über Rank lauten in gewisser Beziehung zweifellos günstiger, sind andererseits aber durchaus nicht dazu angetan, uns hoffnungsvoll zu stimmen. In einem Privatbrief schrieben Sie, l. Herr Prof., von einer lethargischen Depression, und Du, l. Sándor, gibst zu, daß Otto an seinen Anschauungen festhalte. Du fügst hinzu, er wünsche so sehr, den Kontakt mit uns aufzunehmen. Aber leider bekamen wir bisher nur Beweise des Gegenteils. Wir ziehen daraus nicht etwa unfreundliche Schlußfolgerungen, sondern halten alles seinem offensichtlich abnormen Zustand zugute. Aber wenn er z. B. Hanns auf Briefe resp. auf Zusendung der Kritik (Tr. d. Geburt) gar nicht antwortet, so ist uns die Möglichkeit weiterer Annäherung aus der Hand genommen. Wir können das Ganze nur von rein ps.a. Gesichtspunkten betrachten: so wie der anfängliche, übererregte Zustand, so bringt auch der jetzige depressive für O. einen allzu leichten Krankheitsgewinn mit sich. Er ist für absehbare Zeit jeder sachlichen Erörterung mit uns entzogen. Es wäre also unpsychologisch, von ihm zu erwarten, daß er gar so bald uns um einen Schritt entgegenkommen sollte.
Sehr befriedigt waren wir darüber, daß Sie, l. Herr Prof., Róheim's Vortrag (Salzburg)3 in demselben Sinne beanstandet haben, in welchem wir