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Liebe Freunde!
Auch dieser Monatsbericht wird dürftig ausfallen.
Dank der Generalversammlung der G.m.b.H.2 hatte ich das Vergnügen, Ferenczi und Eitingon an meinem Geburtstage hier zu sehen. Sie werden wohl keinen ungünstigen Eindruck von meinem Befinden bekommen haben, doch hat mein Sprechvermögen erst seither eine hoffentlich bleibende Besserung erfahren. Immerhin war ich auch in diesem Monat nicht im Stande, den Vereinssitzungen beizuwohnen.
Die beiden Freunde haben auch Rank gesehen und konnten sich von der Richtigkeit meiner Mitteilungen überzeugen, daß er seine Hemmungen gegenwärtig nicht überwunden hat. Es ist gerade jetzt schwierig, eine Prognose über seine nächste Zukunft zu stellen.
Gestern Abend war Keyserling von 9–12 abends bei mir, ohne daß dieser Besuch einen bestimmten Zweck verfolgt zu haben scheint. Ich empfing aber einen weit günstigeren Eindruck von ihm als das erste Mal vor zwei Jahren3, fand ihn natürlicher, interessant und geistreich. Ich war, obschon in guter Laune, mitunter sehr aggressiv, machte ihm Vorwürfe wegen der Dummheiten, die er über die Psychoanalyse schreibt, und gestand ihm ein, daß seine Konversation mir ungleich verständlicher sei als seine gedruckte Philosophie. Er verteidigte sich diplomatisch, schien nichts übel zu nehmen, machte mir den Eindruck, daß man Äußerungen Konsequenz nicht versagen dürfe. Er schwärmte sehr für Groddeck, den er allerdings auch übersah und erklärte Hattingberg für einen der dümmsten Menschen, die er angetroffen.
Der Verlag hat endlich das vierte Heft der Imago und das erste der neuen Zeitschrift herausgebracht und so begonnen, die seit Ranks Amerikareise datierende Verspätung gutzumachen. Ich habe sowohl dem Redakteur der
Zeitschrift al