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Liebe Freunde!
Nichts war uns in dem abgelaufenen Monat wichtiger als die Nachrichten über die Gesundheit unseres lieben Abrahams, die leider nicht immer gleichmäßig lauteten. Zum Glück lassen seine letzten Berichte mit Sicherheit annehmen, daß alle seine Zufälle doch nur episodisch sind und bald bei entsprechender Schonung der Gesundheit Platz machen werden. Von hier ist wenig Öffentliches zu berichten. Die Vereinigung entfaltet eine lebhafte Tätigkeit in neuen Einrichtungen und Vorschriften.2 Ihr Verhalten in bezug auf das Lehrinstitut wird leider durch den Zwiespalt gestört, daß die meisten ärztlichen Mitglieder im Grunde genau so wie anderwärts der Laienanalyse widerstreben, während ich und einige wenige andere an dieser Verbindung mit der nichtärztlichen Welt festhalten wollen. Übrigens leidet die gesamte Existenz des Vereins und der Institutionen unter der außerordentlichen Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse, die von Tag zu Tag fühlbarer werden.
Einiges Persönliche: Dr. Fritz Wittels, mein ungebetener Biograph aus der Stekelperspektive, hat sich von seinem Lehrer oder Verführer frei gemacht und um Aufnahme in die Vereinigung nachgesucht. Ich bin sehr lebhaft für ihn eingetreten, denn in dem Manne ist eine starke geistige Potenz und für vortreffliche schriftstellerische Fähigkeiten anzuerkennen. Trotz mancher Bedenken gegen seine Person sehe ich in seinem Anschluß einen Vorteil.3
Von Rank sind direkte Nachrichten, daß es ihm in Amerika gut geht, daß er aber entschlossen ist, zu Weihnachten nach Wien zurückzukommen
Maschinenschriftlicher Brief.
Im Januar 1925 wurde das im Oktober gegründete Lehrinstitut der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung mit 15 Hörern eröffnet und die entsprechenden Ausbildungsrichtlinien nach dem Modell des Berliner Instituts entwickelt, vgl. IZP, 11, S. 522-524.
In der Generalversammlung vom 29. Juni 1927 wurde Wittels als ordentliches Mitglied der Wiener Vereinigung wiedergewählt, vgl. IZP, 13, S. 372. Seine Korrektur an der Biograph
Maschinenschriftlicher Brief.
Im Januar 1925 wurde das im Oktober gegründete Lehrinstitut der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung mit 15 Hörern eröffnet und die entsprechenden Ausbildungsrichtlinien nach dem Modell des Berliner Instituts entwickelt, vgl. IZP, 11, S. 522-524.
In der Generalversammlung vom 29. Juni 1927 wurde Wittels als ordentliches Mitglied der Wiener Vereinigung wiedergewählt, vgl. IZP, 13, S. 372. Seine Korrektur an der Biograph