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Liebe Freunde!
Der beklagenswerte Tod unseres Freundes Karl Abraham wirkt weiterhin lähmend auf uns und nimmt uns jede Lust, das Interesse den kleinen Vorgängen um uns zuzuwenden. Wir heben nur hervor, daß wir in der ersten Januarwoche den Besuch von Eitingon hatten, der sich so pflichtgetreu in die Bresche gestellt hat und vorläufig die Geschäfte der Präsidentschaft weiterführen wird. Da er die Absicht hat, mit Anfangs März dauernd nach Berlin zurückzukehren, erscheinen die nächsten und dringendsten Sorgen hiermit beseitigt.
Ich habe einen kurzen Nachruf für Abraham für die I. Nummer des neuen Jahrgangs geschrieben. Ich schlage vor, daß die 2., Frühjahrsnummer, ganz oder vorwiegend seinem Andenken gewidmet sein soll. Diese Nummer soll sein Bild bringen und den Abdruck aller Reden, die in den einzelnen Vereinigungen zur Würdigung seiner Person und seiner Werke gehalten worden sind.2 In Wien hat sich sein direkter Schüler, Dr. Th. Reik, der Aufgabe unterzogen, zum Ausdruck zu bringen, was uns alle bei der Todesnachricht bewegt hatte. Es geschah in einer Trauersitzung am 6. Januar, der ich ausnahmsweise selbst anwohnte. Ich habe von den anderen Vereinigungen keine Nachrichten, aber ich nehme an, daß es in London und Budapest und Haag ebenso gewesen sein wird und werde die Redaktion veranlassen, sich all das Material für die Gedenknummer zu verschaffen.3 Einer der Aufsätze – ich denke etwa von Jones – könnte als offizielle Würdigung der Sammlung vorangestellt werden.4