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Liebe Freunde,
Wir werden wohl alle seit unserer Zusammenkunft am 6. und 7. Mai unter den Eindrücken jener Tage stehen, und die Frage, die uns als die praktisch wesentlichste dieses Monats erscheint, knüpft ebenfalls an unserer Unterhaltung vom 7. Mai an; an den Bericht nämlich, den uns der Herr Professor dabei über seine letzten Eindrücke von Rank gegeben hat. Wir meinen jetzt das neue Buch von Rank, (Technik der Psychoanalyse)2 und unsere Stellungnahme zu ihm. Wir begrüßen den Vorschlag des Herrn Professors, Freund Ferenczi möchte die Kritik des Buches schreiben3, sehr und meinen, daß wir nun, bei voller Aufrechterhaltung der alten Absicht, Ranks Wunsch »weggeschickt zu werden« nicht erfüllen, in ganz anderem Umfang freie Hand haben, als wir es bei seinen bisherigen »neuen« Produktionen gehabt haben; das letzte Buch (seine Technik), läßt nun wirklich nichts mehr im unklaren. Alle unsere Befürchtungen und Zweifel sind bestätigt, fast möchte man sagen, noch übertroffen worden, da Rank in dem neuen Buche wieder auf der Höhe seiner »Fähigkeiten« erscheint, müßte die Kritik das ganze Buch beleuchten, wenn auch die Zuverlässigkeit der Rankschen Methodik allein schon durch die leichtsinnige und dreiste Neudeutung des Wolfstraumes in ein genügend klares Licht gestellt wird.
Sachs frägt an, Ferenczi möchte dem Beispiele, das er (Sachs) bei seiner Rank-Kritik gegeben, folgen, nach Abfassung seines Referats allen Komitémitgliedern Abzüge davon zu senden, um vor der endgültigen Abfassung eventuellen Anregungen resp. Meinungen Rechnung zu tragen.
Von der Vereinigung wäre noch kurz zu berichten, daß im Mai und Juni die Sitzungen angeregt verlaufen sind und daß von den jüngeren Gästen und Ausbildungskandidaten der Vereinigung drei als außerordentliche Mitglieder aufgenommen worden sind, u. zw. Dr. Walter Cohn4, Frau Dr.