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Liebe Freunde,
Mit dem Besuch des Herrn Professor in Berlin2 hat das alte Jahr für uns in der erfreulichsten Weise geschlossen, und wir haben das gute Gefühl in das neue hinübergenommen, daß dies der Beginn einer wiederaufgenommenen Serie von Reisen des Herrn Professor sein wird.
Staunend haben auch wir den Bericht Ferenczis über die Ausmaße und die Vielseitigkeit seiner New Yorker Tätigkeit vernommen. Wir hoffen von Herzen, daß ihn dieser strapaziöse Feldzug nicht zu sehr mitnimmt und möchten ferner wünschen, daß speziell unsere amerikanischen Kollegen möglichst viel von seinem Aufenthalt in ihrem Lande profitieren möchten.
Von uns selbst ist vor allem zu berichten, daß wir vor unserer Ende nächster Woche stattfindenden Generalversammlung stehen. Die Stimmung in der Vereinigung ist ganz gut, allgemein wohl überwiegt die Ansicht, daß der vergangenes Jahr gewählte neue Vorstand sich gut bewährt habe in diesem Arbeitsjahr. Ich (E.) darf wohl sagen, daß meine vorherige Prognose richtig gewesen ist, und daß unsere Vereinigung das ihr Mögliche und Beste auch tut. Die Generalversammlung wird den jetzigen Kurs auch für das neue Geschäftsjahr beibehalten, höchstwahrscheinlich ohne wesentliche Kritik, und es besteht auch wirklich nicht nur keine Möglichkeit, sondern auch eigentlich gar keine Notwendigkeit, von idealen Forderungen abgesehen.
Die Vorboten der Laienanalyse-Diskussion machen sich schon bemerkbar. Ausgeprägte Gegensätze treten nun auch bei uns schärfer zutage. Ich glaube aber, daß sie dennoch auf der alten Plattform unserer Ausbildungs-Richtlinen unterzubringen sein werden.
Mit den herzlichsten Grüßen
Eitingon Sachs