You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Liebe Freunde,
die Verzögerung unseres Rundbriefes macht es uns möglich, jetzt schon auf die Bedenken einzugehen, die Jones gegen die vorgeschlagene Konferenz in der Laienanalysenfrage geltend gemacht hat. Ich glaube kaum, im Wege einer auch noch so eingehenden Korrespondenz, irgend etwas Nennenswertes erreichen zu können. Man muß doch bedenken, daß es doch mindestens 6–8 Stellen sind, die sich miteinander zu verständigen haben, und zwar Wien, London, Berlin, New York, Holland und die Schweiz. Im Vergleich damit wäre doch eine persönliche Auseinandersetzung auf einer nicht so großen Versammlung sicher viel produktiver, wenn Jones freilich auch mit Recht darauf hinweist, daß auf ihr auch Zusammenstöße möglich sind, besonders mit den Amerikanern. Aber diese drohen uns nun einmal, und erfordern sowieso unsere größte Aufmerksamkeit. Hier dürfen wir wohl auch aussprechen, daß der Vergleich unserer überseeischen Kollegenschaft mit dem Prinzen von Dänemark uns etwas schmeichelhaft erscheint. Das einzige einem etwa auffallende tertium comparationis wird auch sofort zu einem Unterschiede: Unsere Amerikaner scheinen nur zu sehr einer Flöte ähnlich, auf der auch geübtere und bedächtigere Musikanten als weiland Rosenkranz und Güldenstern es waren, gute Musik zu machen leider kaum imstande zu sein hoffen dürfen. Sollte der von mir vorgeschlagene Pfingsttermin als Zusammenkunftszeit ungünstig sein, so könnte man vielleicht gerade mit Rücksicht auf die Amerikaner wie besonders auch auf Jones, die Vorkonferenz insofern mit dem Kongreß verbinden, daß wir sie etwa 2 Tage vor dem Kongreß am Kongreßorte selbst stattfinden lassen können. Nur ginge uns dabei eine Chance verloren, den Herrn Professor selbst auf dieser Konferenz unter uns zu sehen.
Die Stimmen für Innsbruck als Kongreßort fangen an zu wachsen, Berlin hat sich dem Vorgehen von Wien angeschlossen und ist ebenfalls für Innsbruck. Am 15. dieses Monats haben wir unsere Generalversammlung zu Ende geführt. Wie wir vorausgesehen hab