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Liebe Freunde,
von uns Berlinern wäre für den vergangenen Monat nicht viel zu berichten, wenn nicht gerade das sehr erfreuliche Ereignis, fast hätte ich gesagt Erlebnis, das Annas Auftreten in Berlin bedeutete, gerade in die Zeit des zu schreibenden Rundbriefs gefallen wäre. Die lichtvolle Klarheit und die Sicherheit ihrer Stellungnahme, ihre Schlagfertigkeit in der Diskussion bestätigten allen denen, die unser jüngstes Komitee-Mitglied bis jetzt persönlich nicht gekannt haben, den erfreulichen und vielversprechenden Eindruck, den ihr Buch gemacht hat. Der Eindruck ihres Auftretens hier scheint ein ungemein guter und nachhaltiger zu sein und ihre Art hatte auch für die bei uns, die den Anwendungsbereich der Kinderanalyse weiter zu stecken geneigt sind als sie es tut, etwas ungemein Überzeugendes und zum Nachdenken Aufforderndes. Die das so gut gesprochen hat, wird man jetzt öfter hören wollen.2
Daß Ferenczi bei seiner so dankenswerten Arbeit und New York allmählich so müde wird, tut uns sehr leid, und wir freuen uns sehr, ihn doch bald wieder unter uns zu haben. Gern wüßten wir, ob und für wann etwa eine Komitee-Zusammenkunft vor dem Kongreß geplant werden könnte.
Die Vorkonferenz in Sachen Laienanalyse werden wir also doch wohl hart an den Kongreß heranlegen und in Innsbruck selbst stattfinden lassen müssen.
Jones gute Osterferien wünschend, grüßen wir alle herzlichst
Eitingon Sachs