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Im letzten Heft des „Archives des Psychologie (Nr. 36) präzisiert Claparède, im Anschluss an eine Mitteilung von ihm selbst über die Salzburger Vereinigung und von Maeder über die Nürnberger Vereinigung, seinen Standpunkt zur Psychoanalyse folgendermassen: „Was mich an den Freudschen Erklärungen anlockt, ist das, dass sie einer biologischen Auffassung psychischer Vorgänge entsprechen. Freud zeigt uns, wie das Bewusstsein sich gegen bestimmte unangenehme Vorstellungen wehrt; dieser Gedanke erscheint mir sehr richtig. Ich bewundere auch den Versuch des eminenten Wiener Neurologen, die genaue Determinierung der Zwangsgedanken und anderer pathologischen Erscheinungen festzustellen, indem er auf die individuelle Geschichte des Kranken eingeht. Wenn auch gewisse Auffassungen der Anhänger Freuds mir als sinnreich und wahrscheinlich richtig erscheinen, muss ich auf der anderen Seite sagen, dass viele mir sehr gekünstelt vorkommen. Es ist hier nicht der Ort, über diese Fragen zu diskutieren. Mit einem Wort, ich habe zur zeit noch keine feststehende Ansicht über den Wert der verschiedenen Theorien Freuds, ich finde aber, dass sie verdienen unparteiisch betrachtet zu werden.“ Ref. beabsichtigt gelegentlich auf den biologischen Standpunkt des Genfer Psychologen näher einzugehen. Viele seiner Begriffe lassen sich ohne weiteres in die Sprache der Psychoanalytiker übersetzen.
A. Maeder.