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Die Arbeit V.'s ist im Jahre 1908 erschienen; Verf. hat sie ihres Interesses wegen für Psychoanalytiker hervorgeholt, sie dürfte im deutschen Sprachgebiete nur wenig bekannt sein. Das Problem der Ideale der Kinder (hier von einem Pädagogen behandelt) gehört zu den Hauptfragen der Übertragung und der Bedeutung der Eltern für die kindliche Psyche. Verfasser hat sein wertvolles Material an 745 Kindern der belgischen Schulen gewonnen. Es schliesst aus seiner Enquête, welche unter der Form der Anfrage: A quelle personne que vous connaissez par vos études ou par la conversation, voudriez-vous ressembler? an Kindern zwischen 7-16 Jahren gestellt war, folgendes:
Die kleinen Kinder wählen ihre Eltern als Ideal, diese Tendenz nimmt mit dem Alter beständig ab, und zwar bei beiden Geschlechtern.
Andere Personen der Umgebung wirken bei Knaben und Mädchen verschieden. Als Ideale werden sie gewählt in 10% der Fälle bei Knaben, 29% bei Mädchen. Das Maximum bei den ersteren ist mit 11 Jahren erreicht, bei letzteren mit dem 13. Lebensjahre.
Bei Knaben wird das Ideal sehr häufig unter berühmten Männern (Schriftsteller, Kriegsleute, Könige, Entdecker …) gewählt; bei Mädchen ist das sehr selten (Gegensatz zu II. Siehe im Original die lehrreichen Kurven).
Verf. macht die für ihn sehr überraschende Beobachtung, dass die Knaben sehr selten, nach dem 12. Jahre überhaupt nicht mehr, ihr Ideal beim weiblichen Geschlecht wählen, während die Mädchen meistens Helden des anderen Geschlechtes anschwärmen. „Les petits garçons aimeraient volontiers ressembler à leur mère, et les filles à leur père, ce qui semble assez naturel. Mais tandis que chez les premiers cette tendance va s' affaiblissant, pour les dernières le désir de ressembler à leur père se transforme bientôt en un désir de ressembler à un homme qui n'est plus de la famille; parfois c'est garçon qui partage leurs jeux et souvent c'est un monsieur de leur entourage, mais rarement on voit apparaître la figure d' un homme célèbre.“ Verf. ist n