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Eine Untersuchung über das Zeichnen der Kinder. Als erstes Resultat ergibt sich die Überlegenheit des spontanen freien Zeichnens über das Zeichnen nach Vorschrift. Eine Bestätigung des Prinzipes
der freien Entwickelung des Kindes und der Bedeutung des Interesses in der Pädagogik. Die Wahl der Objekte zeigt die Bedeutung des Milieu für den Reichtum der Vorstellungen des Kindes. In 22% der Fälle (über 2062 Zeichnungen) werden Gegenstände der unmittelbaren Umgebung, wie Möbelstücke, Fenster, Gläser … als Objekt gewählt. Auffallend ist ferner die Uniformität der Zeichnungen. Z. B. alle Häuser mit Gärten werden gleich gezeichnet, was den Einfluss der allerersten Modelle deutlich zeigt. „Tout cela prouve que l'enfant se débarrasse très difficilement, non seulement des idées et des habitudes, mais aussi des formes qui lui ont été, pour ainsi dire, suggérées pour la première fois. Les images se clichent très vite dans sa petite tête.“ [Ref.: die Bedeutung der ersten 5 Jahre für die spätere Entwickelung des Kindes!] Interessant ist, zu konstatieren, dass die Kinder sozusagen ausschliesslich Erwachsene (in 0,5% auch Kinder) als Objekt wählen; es entspricht dem mächtigen Wunsche des Kindes gross zu sein. Der Geschlechtsunterschied markiert sich in der Auswahl der Objekte: Gegenstände der Umgebung werden gewählt in 17% der Fälle bei Knaben, in 27% der Mädchen, Menschen in 10% bei Kn., 7% bei Md.; Häuser 15,5% bei Kn., 20% bei Md.; Blumen 3,5 bei Kn., 14% bei Md.; Tiere 10% bei Kn., 4% bei Md.; Landschaften 5% bei Kn., 1% bei Md.; Szenen aus dem Leben 5,5% bei Kn., 2% bei Md.; Schiffe 5% bei Kn., 1 % bei Md.
A. Maeder.