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Unter Hinweis auf seine Arbeit „über die ursächlichen Beziehungen der Sexualität zu Angst- und Zwangszuständen“ (Journ. f. Psychol, und Neurol., Bd. 12, S. 69 ff., 1908) betont Strohmayer nochmals, dass sich auf Grund der Psychoanalyse vieler Fälle Beziehungen zwischen Angst- und Zwangszuständen einerseits und gewissen schädlichen Formen des aktuellen Sexuallebens oder komplizierten psychosexuellen Ursachen konstitutioneller Art andererseits nachweisen liessen. Die Aufdeckung der pathogenen psychosexuellen Komplexe sei manchmal sehr schwer und der Nachweis ihrer konstituierenden Kraft im Krankheitsbild nicht weniger. Als Wege der Psychoanalyse benützt er entweder die direkte wahllose Erzählung der Einfälle oder die indirekten der Traumdeutung Freuds und des Assoziationsexperimentes Jungs.
In der vorliegenden Arbeit bespricht Strohmayer den Heilerfolg durch die Aufdeckung der sexuellen Genese psychoneurotischer Symptome (Angst- und Zwangszustände, hysterische Krankheitserscheinungen).
Bei Masturbation und anderen „Sexualdeiikten in der Anamnese von Psychoneurotikern und Vorwürfen darüber erkennt auch Strohmayer einen seelischen Zwist um den Angelpunkt eines unerträglichen Vorwurfsgedankens herum und bezeichnet als Grundaufgabe der Behandlung seine Lösung. Manchmal genügt dazu eine offene Aussprache vor dem Arzt, wie ein Beispiel zeigt.
Bei einer zweiten Gruppe von Zwangsneurotikern ist nach S. trotz Aufdeckung der zweifellos sexuellen Genese jede psychologische Belehrung