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Verf. hebt die ungemein häufige Kombination: neurasthenischer Mann, angstneurotische Frau hervor. Er behauptet, dass auch die nichtneurasthenischen Männer, also das ganze männliche Geschlecht im Verhältnis zur Frau an Ejaculatio praecox leiden und ein sehr hoher Prozentsatz der Frauen überhaupt nie sexuell befriedigt werde, jeden sexuellen Akt geradezu als unangenehme Zugabe des Ehelebens betrachte. Es sei oft schwer zu sagen, ob es sich um zu rasch eintretenden Orgasmus des Mannes, oder um Orgasmus tardivus der Frau handle. Merkwürdigerweise habe dieselbe Schädlichkeit, die Onanie, beim Manne verfrühten, beim Weibe verspäteten Orgasmus zur Folge. Unter den psychischen Ursachen des Orgasmus tardivus beim Weibe komme Erziehungseinflüssen die grösste Bedeutung zu. Die weibliche Erziehung sei zu sehr auf die Triebverdrängung aufgebaut, und diese gelingt in sehr vielen Fällen zu gut: die inneren Widerstände bleiben auch nach Aufhören der äusseren Hindernisse der sexuellen Befriedigung bestehen, die Frau wird anaesthetisch. Der Unterschied in der Höhe des auf dem Sexualleben beider Geschlechter lastenden Druckes sei offenbar zu gross und das sei die