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Ein Patient träumt: Ich war nach Italien gereist in einem Salonwagen. In Rom war es sehr heiss. Auf der Rückreise hatte ich den Eindruck, dass der Salonwagen für mich speziell gemacht worden wäre.
Die Analyse ergibt, dass sich der Salonwagen auf den Mutterleib beziehen muss und Italien für die Genitalien steht. Rom ist der Wohnsitz des Papstes, (papa!)
Während sich sonst die Neurotiker gegen die Zumutung der Mutterleibsphantasie anfänglich energisch sträuben, sinnt der Träumer einige Minuten und sagt: „Ich muss Ihnen diese bewusste Phantasie offen zugeben. Ich war 13 Jahre alt, als ich mir wünschte, eine ungeheuer grosse Riesin kennen zu lernen, in deren Leib ich spazieren gehen und dorten alles inspizieren könnte. Ich würde es mir dann in der roten Höhle sehr bequem und behaglich machen. Auch phantasierte ich mir eine Schaukel, die in dem Leibe dieser Riesin 10 m hoch aufgehängt wäre. Dorten wollte ich dann lustig hin und her schaukeln.“
Dieser Patient hat die ursprüngliche Proportion (Fötus und Mutter) auf seine damalige Grösse übertragen. Nun da er so erwachsen war, musste der Leib, in dem er sich bewegen konnte, der Leib einer Riesin sein.
Selbstverständlich hat gerade dieser Neurotiker einen ausgesprochenen Kleinheitswahn, der sich teilweise durch einen hypertrophischen Grössenwahn überkompensiert hat. So zeigt er die typische „Bipolarität der Symptome“, wie ich diese Erscheinung genannt habe.
Diese eingestandene bewusste Mutterleibsphantasie ist eine verhältnismässig seltene Erscheinung.
Bei diesem Patienten spielte jedoch die Mutterleibsphantasie in seinen Abwehrhandlungen eine grosse Rolle. Er wurde nämlich mehrere Male im Leben auffallend fromm und machte jedesmal eine „Wiedergeburt“ mit. Das erste Mal nach der Lektüre einer einschlägigen Stelle im Neuen Testamente.
Dieselbe lautet:
„Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern, mit Namen Nicodemus, ern Oberster unter den Juden. Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, dass du bist ein L