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Bei Männern zwischen 47 und 57 Jahren (besonders zwischen 50 und 54) treten nervöse Störungen auf: Eine ganz auffällige, bisher nicht gekannte Rührseligkeit und Neigung zum Weinen, Blutwallungen nach dem Kopfe, Angstgefühl mit plötzlichem Schweissausbruch, zeitweises Herzklopfen, Brustbeklemmung, allgemeines Mattigkeitsgefühl, Schlafmangel oder Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, welche der Verf. als klimakterische Beschwerden infolge von Störungen der innern Sekretion anspricht. In keinem seiner Fälle konnte er eine manifeste Arteriosklerose konstatieren. Doch könne das „kritische Alter“ des Mannes den Anlass zur Entwickelung einer Arteriosklerose geben. In allen Fällen fand sich eine Verminderung der Geschlechtslust, die Verf. auf Hypofunktion der Keimdrüsen zurückführt.
Das Krankheitsbild ist uns wohlbekannt. Es handelt sich um die typische Angstneurose Freuds, die im Senium so häufig auftritt. Freud betonte schon vor 16 Jahren in seiner bekannten Arbeit über die Angstneurose (Jetzt in der Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre.