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Verf. verwahrt sich prinzipiell gegen die Unterscheidung der Psychoneurosen von den Neurosen mit organischer Grundlage, mit der Begründung, daß auch die Psyche eine Funktion des Nervensystems sei. Es wäre dem zu entgegnen, dass die Annahme der Psychogeneität gewisser Neurosen die
Frage, ob die Psyche materiell oder ob die Materie spirituell sei, ganz offen lasse. Tatsache bleibt aber, daß wir die Kausalitätskette mancher neurotischer Zustände nur von der Seite der Erfahrung verfolgen können, die wir die „psychische“ nennen, während uns dabei die physiologischen Methoden im Stiche lassen. Diese Zustände als „Psychoneurosen“ besonders zu gruppieren, ist also berechtigt. Verf. wendet sich mit Recht gegen die Qualifizierung der neurotischen Zustände als Schwächen, „Asthenien“. Auch Freud hat sich oft — im Gegensatz zu Janet — dahin ausgesprochen, daß die Neurose nicht immer eine Minder-, sondern meist eine Mehrleistung sei, die allerdings oft auf Sinn- und Wertloses vergeudet werde.
Ferenczi.