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Die Versuche, welche Verf. mit einigen Genfer Psychologen (Flournoy u. a.) über die mediumistischen Fähigkeiten des Italieners Carancini (Rom) unternommen hat, haben sämtliche zur Annahme der (bewussten oder unbewussten) Simulation geführt. Irgendwelche Anhaltspunkte für telekinetische Wirkungen konnten nicht gewonnen werden. In dem Aufsatz macht Verf. interessante Bemerkungen über die Psychologie der „Contrôleurs“ des Mediums. Die strenge Kontrolle ist schwer, wie man a priori erwarten konnte. Zu den Fehlerquellen rechnet Cl. unter anderem eine gewisse „complaisance subconsciente“ (eine Gefälligkeit des eigenen Unbewussten). Während des langwierigen Wartens in der Dunkelheit (30 Minuten und mehr, bis eine Erscheinung sich meldet) trat bei Verf. der Wunsch auf, dass etwas geschehe; aus Interesse für die Sache selbst, aber auch damit den eingeladenen Gästen etwas geboten werde; ferner Wirkungen seines „amour-propre“, in Fällen, wo der Contrôleur in einem Streit zwischen Medium und Beobachtern entscheiden sollte und durch Zerstreuung, unscharfe, unsichere Beobachtung nicht imstande ist, es mit Sicherheit zu tun (es handelt sich selbstverständlich um unbewusste Tendenzen). Psychologisch interessant sind ferner manche Täuschungen in der Deutung der Wahrnehmungen; z. B. bei einer Berührungsempfindung in der Achselgegend tauchte zu gleicher Zeit beim Contrôleur die optische Vorstellung von zwei ihn berührenden Fingern auf (Experiment im Dunkeln), etc. Die praktisch wichtigen Bemerkungen Claparèdes lese man im Original.
A. Maeder.