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Zehn Jahre nach dem Erscheinen der 1. Auflage der Traumdeutung Freuds ist dies grundlegende Werk den Autoren des oben zitierten Büchleins noch unbekannt; das gleiche gilt scheinbar von den kurzen französischen Darstellungen der Freudschen Traumlehre. Abgesehen davon bedeutet das kleine Werk einen gewissen Fortschritt über die klassische Auffassung des Traumes. Die Verf. erkennen den psychischen Determinismus an, die führende Rolle des Affektes (la logique des rêves est entièrement affective); der Traum ist für sie ein psychisches „Gebilde“. Die Bedeutung der Gemeingefühle wird als auslösender Faktor sehr herausgestrichen (interessantes Material). Eine biologische Funktion wird dem Traum nicht zugesprochen. Der Zusammenhang zwischen den Träumen und den Dämmerzuständen (der Hysterie, Epilepsie, Dem. praecox) und der Aura wird richtig erkannt. Pathognomonische Zeichen in den Träumen der verschiedenen Neurosen und Psychosen werden nicht gegeben. — Die Autoren geben dem stereotypen Traum eine besondere Bedeutung und nennen ihn sehr bezeichnend: une idée fixe de l'homme endormi. Nach den gründlichen Traumanalysen der Freudschen Schule kommt einem das referierte Buch nicht sehr tief und neu vor.
A. Maeder.