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Man muss Adler zugestehen, dass er rastlos bestrebt ist, seine Lehre von der Minderwertigkeit der Organe und dem daraus resultierenden psychischen Überbau zu vertiefen und daraus die letzten Konsequenzen zu ziehen. Diese kleine Schrift bemüht sich mit gutem Erfolge die Anwendung der analytischen Kenntnisse in der Pädagogik zu propagieren. Bestimmte Charakterzüge lassen sich in gerader Linie von einem Organsystem ableiten. Durch die Unterordnung des gesamten Trieblebens unter dem Zweck der Unlustverhütung und durch die spätere Einstellung des Kindes auf Lustgewinnung resultiere eine Veränderung des primitiven Trieblebens, das schon in früher Zeit ein umschriebenes Charakterbild zutage treten lässt. Die Einflüsse des Familienlebens verlangen Einschränkungen der Triebausbreitung und stören die Einstellung des Kindes auf Lustgewinnung. Hier liegen die physiologischen Wurzeln des Kindertrotzes.