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Morton Prince zählt 6 verschiedene Bedeutungen des Wortes „Subconscious“ auf; um der Verwirrung zu entgehen, schlägt er vor, den Coconscious (Mitbewusst) und den Unconscious (Unbewusst s. st) zu unterscheiden. Mit „Unconscious Cerebration“ werden Prozesse bezeichnet, welche Verf. nicht mehr als psychologische, sondern schon als physiologische auffasst; er spricht von einem „passiven physiologischen Gehirnzustand“, von „Residuen“. Zu diesen organischen Prozessen gehören nach ihm die verdrängten Elemente der Psychoanalytiker, welche sich nur auf dem Wege der Psychoanalyse finden lassen. — Zum Coconscious gehören folgende Erscheinungen: die automatische Schrift, die hypnotische Amnesie, die Phobien etc. Der Vorteil der neuen Einteilung ist nicht ersichtlich; Beweise für die Annahme von rein physiologischen Prozessen ohne psychische Komponente fehlen. Morton Prince postuliert, dass die organischen „Residuen“ als „schlafende Komplexe“ im „Unconscious“ ruhen, von wo aus sie durch Reizung (?) Zwangserscheinungen z. B. verursachen. Wenn die Bahn der Erregung durch das „Subconscious“ geht, entsteht eine „Idée fixe“.
Morton Prince setzt die Freud'sche Lehre einer partiellen Kritik aus. Für ihn ist die „Verdrängung“ ein Willensprozess (voluntary repression), dessen Bedeutung überschätzt worden ist Die Psychoanalyse ist keine zuverlässige Methode, weil sie mit der Symbolik arbeitet und der Sexualität eine zu grosse Bedeutung beimisst. Sie ist imstande über Ursprung und Geschichte eines Symptoms Auskunft zu geben; sie vermag aber nicht den „aktuellen Mechanismus“ desselben zu erklären. [Man muss immer und überall konstatieren, dass die Kritiker Freud's seine Lehre sehr unvollständig kennen und ganz speziell die Arbeiten der letzten 6 bis 7 Jahren ignorieren, Ref.]. Die Arbeiten der Züricher Schule über die Dementia praecox werden gut aufgenommen.
Die Methodik Morton Prince's zur Erforschung der unbewussten Prozesse wird nur streifend geschildert; sie scheint hauptsächlich ein Abre