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Ein an Angstzuständen leidender Patient sieht in seinen Angstträumen des öfteren einen feurigen Schein am Himmel. In der Psychoanalyse
wird folgende Erinnerung gehoben: „In meinem 6. Lebensjahre wurde ich von meiner Mutter zum Beten angehalten.
Da ich dies nur ungerne tat, wurde mir die Strafe Gottes angedroht. Entrüstet über diese Drohung rief ich u. a.: „Es gibt keinen Gott!“ und liess mich sogar zu Gotteslästerungen hinreissen. Alles im Hause war entsetzt und schrie auf mich ein, Gott werde mich bestrafen.
Meine Mutter veranlasste sofort, dass mein älterer Bruder, der des Betens schon kundig war, mit mir ein längeres Aussöhnungsgebet verrichte.
Durch die Angst, die mir wegen Gotteslästerung eingeflösst wurde, empfand ich innige Reue.
Nach ca. 6 Jahren sah ich eines Tages in der Abenddämmerung ein Meteor niedergehen. Dieses Ereignis betrachtete ich als ein Zeichen Gottes, welches mir gegolten habe, indem ich es mit meiner vor 6 Jahren geaehten und als schwere Sünde aufgefassten Äusserung in Zusammenhang brachte.
Ich empfand abermals tiefe Reue. Es verstrich geraume Zeit, bis ich diese Erinnerung verdrängt habe.“
Derselbe Patient erzählt: Folgender Fall hat sich im Hause meines Bruders ereignet: „Als das zweite Kind geboren wurde, merkten wir, dass das ältere (es war ein 3 jähriger Knabe) Eifersucht bekundete und sich des öfteren durch längere Zeit äusserte, dass es dem Jüngeren „den Kopf abhacken werde.“
Dr. Stekel.