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Ich beschäftigte mich mit der Überlieferung des „Buches der Märtyrer“, eines mittelhochdeutschen Legendenwelkes, das ich in den „Deutschen Texten des Mittelalters“, hsg. v. d. preuss. Akademie der Wissenschaften, edieren soll. Über das bisher noch ungedruckte Werk war recht wenig bekannt; es bestand eine einzige Abhandlung darüber von J. Haupt, Über das mittelhochdeutsche Buch der Märtyrer, Wiener Sitzungsberichte 1867, 70. Bd. S. 101 ff. — Haupt legte seiner Arbeit nicht eine alte Handschrift zugrunde, sondern eine aus neuerer Zeit (19. Jhd.) stammende Abschrift der Haupthandschrift C (Klosterneuburg), eine Abschrift, die in der Hofbibliothek aufbewahrt wird. Am Ende dieser Abschrift steht folgende subscriptio:
Anno domini MDCCCL in vigilia exaltacionia sancte crucis ceptus est iste liber et in vigilia pasce anni subsequentis finitus cum adiutorio omnipotentis per me Hartmanum de Krasna tunc temporis ecclesie niwenburgensis custodem.