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Verfasser wendet sich gegen die Ärzte, welche die Psychoanalyse in Bausch und Bogen verdammen möchten. Die wertvollste Errungenschaft der Breuer-Freud sehen Lehre sieht er darin, dass den Kranken die Möglichkeit der Aussprache gegeben wird. Auf dem Felde der „Vollhysterie“ liege die Bedeutung der Psychoanalyse gewiss nicht. Denn diese Methode könne den angeboren „hysterischen Zustand“ doch nicht ändern, höchstens einige Symptome beseitigen. Die „geschlechtlich zugespitzte“ Psychoanalyse werde also die klassische Hysterie kaum beeinflussen. Dagegen sei die Aussprache als seelische Entlastung bei den verschiedensten „nervösen Zuständen“ eine Methode, der Berechtigung, Zukunft oder Erfolg zuzuschreiben wäre. Der Arzt müsse sich in das Seelenleben der Kranken vertiefen und ihr Vertrauen gewinnen.
„Das ist mir gewiss“: — sagt Hellpach — „von Theorie und Therapie der Breuer und Freud mag an Details und Prinzipien abblättern soviel wie immer wolle (und das wird recht viel sein): dass sie in der Theorie uns die Notwendigkeit und den Heil wert der Aussprache wieder eindringlich zu Bewusstsein gebracht und in der Psychoanalyse uns eine moderne Technik der Aussprache geschenkt haben, ist Erwerb für immer. Es bleibt jedem belassen, sich diese Technik zurechtzudeuten nach eigenem Bedarf, denn im Grunde übt jeder Seelenarzt seine höchsteigene Psychotherapie; er wird dabei dankbar derer gedenken müssen, ohne die er nichts zu kneten hätte. Das ist das Gute in der ganzen Sache und dieses Gute ist alt, gewiss uralt: und doch neu, denn gerade die Zeit, ehe es wieder kam, hatte es zum alten Eisen geworfen, und man soll beileibe nicht jetzt so tun, als ob man es nie vergessen gehabt hätte. Das ist eine üble Angewohnheit, leider Gottes, der deutschen Wissenschaft.“
Es gäbe Arbeit in Hülle und Fülle. Wie wirke das Vergessene auf die lebendige Psyche und Psychophysis? Das Problem der „Verdrängung“ bedürfe der eindringlichsten psychologischen Analyse. Die Lehre vom Unbewussten, die psychologi