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Prof. Claparède publiziert in den Archives seine Mitteilung über die Nomenklaturfrage der Psychologie, welche er dem letzten internationalen Kongress für Psychologie (Genf 1909) vorgelegt hatte. Es braucht nicht erwähnt zu werden, wie wichtig die Terminologie für die Entwickelung einer Wissenschaft ist. In keinem anderen Fach, ausser vielleicht in der Philosophie, herrscht eine solche Unsicherheit und Konfusion, wie in der psychologischen Nomenklatur. Verf. spricht zur Klärung der Verhältnisse folgende Wünsche aus: a) Sammlung, Festsetzung und Sanktionierung von schon gebräuchlichen Termini technici, welche allgemein angenommen zu werden verdienen, ohne dass eine Definition derselben jedesmal gegeben werden muss; b) die Wahl eines Ausdruckes, in den Fällen, wo verschiedene schon vorgeschlagen worden sind; c) wenn ein Wort mehrere Bedeutungen hat, müssen die verschiedenen Bedeutungen desselben aufgezählt und fixiert werden. (Morton Prince erwähnt in seinem Bericht über „the Subconscions“ 6 verschiedene Bedeutungen des Wortes); d) Gleichwertigkeit der sich entsprechenden Ausdrücke in der verschiedenen Feststellung der Äquivalente (Kettenassoziationen = associations en chaine, Einfühlung = Intropathie, abreagiren für abreagiren); e) Neologismenbildung nur wenn die schon bestehenden Termini ungenügend sind oder nur neue Begriffe zu umprägen.
[Ref. Ein typisches Beispiel der bestehenden Unordnung ist das in Amerika gebildete Wort Psychometer für den Veragut-Jung'schen Apparat zur Messung des elektrischen Widerstandes der Haut. Erstens wird das Wort Psychometrie schon in einem anderen Sinne gebraucht und zweitens ist das Wort für den Apparat unpassend.]
Als Prinzip empfiehlt Claparède die Wahl von lateinischen oder griechischen Wurzeln. Wenn es nicht möglich ist, muss eine möglichst