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Anschliessend an die Theorie des Schlafes von Claparède, vertritt Verf. den biologischen Ursprung der Hypnose. Der Schlaf gehört, nach dieser Auffassung, zu den automatischen Reaktionen der Erhaltung des Individuums (vorzeitiges Aussetzen der Tätigkeit von der physiologischen Erschöpfung); die Hypnose soll in der Tierreihe zu der gleichen Gruppe von Instinkten gehören, sie bedeutet einen „partiellen Schlaf“ mit Erhaltung gewisser Funktionen. Ein wildes Tier kann sich nicht ohne Gefahr des Angriffes dem tiefen Schlaf hingeben, es muss in bestimmter Haltung liegen, bereit sich zu wehren oder zu flüchten. Manche Vögel, welche lange Zeit ganz unbeweglich auf einer Beute lauern müssen, stehen in einem eigenartigen Spannungszustand, der an Katalepsie erinnert. Der Winterschlaf ist eine den Bedingungen gut angepasste Lethargie.
[Ref. macht in diesem Zusammenhang auf die sogenannte „Flucht in die Krankheit“, auf die psychologische Bedeutung der Dämmerzustände der Hysterischen, auf die Ganser'schen Dämmerzustände aufmerksam.]
Die Faszination der Vögel durch Schlangen sieht aus wie eine Art Hypnose mit Katalepsie. In allen diesen Zuständen besteht eine Art „Rapport mit der Aussenwelt“. Diese Erscheinungen sind bei den Tieren zweckmässig und gehören dem komplizierten Apparat zur Erhaltung des Individuums an Verf. fasst seine Hypothese folgendermassen zusammen: die hypnotischen Zustände, sowohl die künstlichen wie die spontanen, sind nur eine Abweichung, eine Übertreibung von normalerweise vorhandenen Funktionen (facultés), welche früher in der Erhaltung der Art eine wichtige Rolle gespielt haben; diese Funktionen haben wir geerbt, trotzdem sie in unserem Kulturstand unnötig geworden sind, sie haben sich allmählich verändert, um einem ruhigeren und vollständigeren Schlaf Platz zu machen etc. Dieser partielle Schlafzustand ist als Ausgangspunkt und Ursprung der ausgewachsenen hypnotischen Zustände, zu denken. Verf. begnügt sich mit einer vagen Parallele dieser Zustände ohne genüge