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Der Verf. gibt zunächst einen kurzen Überblick über die in der heutigen Wissenschaft vertretenen charakteristischesten Auffassungen über das Verhältnis des Bewussten zum Unbewussten. Wundt stellte dem Gebiet des konzentrierten Bewusstseins, der Apperzeption, die Perzeption gegenüber, die er aber auch unzweideutig zum Bewusstsein rechne. Seine Auffassung habe den doppelten Mangel, dass sie in das Chaos der unter „Perzeption“ zuaammengefassten Vorgänge keine Ordnung bringe und dass sie der insbesondere den praktischen Psychologen immer wieder sich aufdrängenden Tatsache, dass es psychisch und doch ohne Mitwirkung des Bewusstseins determinierte Erscheinungen gebe, keine Rechnung trage. Diesem Bedürfnis der Praktiker suche Forel gerecht zu werden, wenn er dem Oberbewusstsein (physiologisch geknüpft an die Stelle des jeweiligen Arbeitsmaximums unserer Grosshirnrinde) verschiedene Gebiete des Unterbewusstseins gegenüberstelle. So komme er zu dem paradoxen Ergebnis, dass das Unbewusste bewusst sei (in einem Unterbewusstsein). Dieser Schwierigeit entgehe Jodl dadurch, dass er alle unbewussten Vorgänge für rein physiologisch erkläre, also z. B. auch die erstaunlichsten Leistungen von Hysterischen. Lipps wieder erkenne ein Psychisch-Unbewusstes zwar an, erkläre es aber für gänzlich wesensverschieden vom Bewussten.
Um in diesem Gewirr der Meinungen zur Klarheit zu kommen, will Verf. eine reinliche Phänomenologie der hieher gehörigen Tatsachen geben. Er geht dabei von Introspektion aus und verteidigt diese oft angegriffene