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Verfasser, Dozent der Psychiatrie in London, hat den Inhalt dieses Aufsatzes vor der „British Psychological Society“ in Oxford vorgetragen. Er bringt darin eine konzise, klare Darstellung der Freud'schen Lehre. Besonders hervorzuheben ist, dass Bernard Hart verstanden hat, sich an seine Zuhörer in richtig psychologischer Weise anzupassen; er hat die Qualität der Zuhörer als Vertreter der normalen Psychologie und er hat auch die englische Empfindlichkeit in Sachen der Geschlechter berücksichtigt1).
Verfasser behandelt in sehr objektiver Weise das Unbewusste, die Komplexlehre mit dem Assoziationsexperiment, die Verdrängung, den Traum und die Dementia praecox. Seine Auseinandersetzungen mit den Anhängern und Gegnern Freud's verdienen besonders hervorgehoben zu werden: Das Unbewusste Freud's hat einen begrifflichen (konzeptual) Charakter, während le subconscient von Janet einen mehr „perzeptualen“ Charakter hat [Ref. macht die Leser auf den Vortrag Janet's am letzten internationalen Kongress in Genf aufmerksam]. Viele haben Freud falsch verstanden, daraus die grosse Menge von Sinnwidrigkeiten, welche unter der Verkleidung der Kritik stecken. Die Gegner Freud's verlangen quasi Demonstrationen der Komplexen und des Unbewussten; es ist so unsinnig wie wenn man von einem Mendelianer die Demonstration der Dominanten, von einem Physiker diejenige des Äthers verlangen wollte. Nur die Anwendung der Methode kann die Richtigkeit der Arbeitshypothesen beweisen. Ein anderer Fehler der Kritik der neuen Lehre ist die für einen wissenschaftlich Gebildeten erstaunliche Behauptung, die Lehre sei ethisch angreifbar; es sei infolgedessen besser, dass sie unrichtig sei.
Auf der anderen Seite zeigen viele Anhänger der psychoanalytischen Schule eine unkritische Begeisterung, eine Neigung, welche die Gefahr einer sektenähnlichen Bildung enthält.
Verf. fasst in prägnanten Worten die Verdienste, welche er Freud (und seiner Schule) zuschreibt: eine weitgehende Forderung des Gedanken des psychischen