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Diese Arbeit wurde vor amerikanischen Psychiatern vorgetragen. Sie stellt ein lichtvolles Exposé der psychoanalytischen Methode dar. Verf. beginnt mit der Schilderung der psychischen Konflikte, setzt die Rolle der Verdrängung und Zensur auseinander; zuletzt bespricht er die Komplexlehre und die Bedeutung des Wunsches im Triebleben. Zu lesen ist die Darstellung der Technik selbst, welche vortrefflich gelungen ist und praktische Anweisungen gibt (so gut es möglich ist). Man hört so häufig Ärzte klagen, sie möchten Analysen machen, wissen aber nicht wie anfangen (Ref.). Jones gibt von dem schrittweise sich abspielenden Prozedere eine gute Idee. Er empfiehlt die Verwendung des Jung'schen Assoziationsexperimentes, um Anhaltspunkte für weitere Forschungen zu erhalten, wenn man auf einen toten Punkt angelangt ist.
Bei der Indikationsstellung vermisst Ref. die Ausschliessung der moralisch Defekten, welche Freud immer sehr betont. An dieser Stelle wäre es vielleicht auch angebracht gewesen, von der Stellungnahme des Patienten zu der vom Arzt vorgeschlagenen Lösung des Konfliktes zu sprechen, ein Punkt, in dem die moralischen Eigenschaften des Patienten sehr in Frage kommen.
Sehr glücklich ist die Darstellungsweise Jones', welche reich an pädagogisch gut gewählten Beispielen und bildlichen Vergleichen aus dem ganzen Gebiete der Medizin ist. Die Arbeit kann für Anfänger sehr empfohlen werden.
A. Maeder.