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Verf. macht auf die Bedeutung der psychologischen Beobachtungen in der Epilepsie aufmerksam, welche zu lange Zeit zu Gunsten der Beobachtung der mehr auffallenden Anfälle vernachlässigt wurde. Es folgt eine prägnante Schilderung des epileptischen Charakters. Über das Gedächtnis drückt er sich folgendennassen aus: 1. Der Defekt ist viel grösser, wie der allgemeine psychische Rückgang es vermuten lässt, 2. es kommt zu einer konzentrischen Einengung, 3. fast keine, oder gar keine Tendenz die Lücken des Gedächtnisses mit Konfabulation zu füllen, [Ref. kann in diesem Punkte dem Verf. nicht beistimmen, die Konfabulation ist bei Chronischdementen ein sehr häufiges Vorkommnis. Ref., der allerdings darüber keine genaueren Beobachtungen angestellt hat, hat den Eindruck bekommen, dass eine gewisse Fixierung des Konfabulierten häufig stattfindet], die Amnesie kann in Hypnose gehoben werden (Riklin). Verf. gibt dann eine Zusammenfassung der Assoziationsversuche Jung's über einen Epileptikertypus. Die 2. Hälfte der Mitteilung ist eine Besprechung der Arbeit Maeder's über die Sexualität der Epileptiker. Verf. nimmt die in der Schilderung des Charakters (im 1. Teil) hervorgehobenen Züge und erklärt sie vom Standpunkt der Freud'schen Lehre. Die meisten Züge lassen sich zwangslos auf besondere Libidoverhältnisse zurückführen. — Von psychoanalytischen Forschungen ist das tiefere Verständnis für die psychische Seite der Epilepsie zu erwarten.
A. Maeder.