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Verf. hat diesen Aufsatz vor den schweizerischen Neurologen vorgetragen. Er bezeichnet mit Psychopathien alle psychischen Störungen überhaupt. DiePsychoasthenie ist für ihn nicht das von Jan et umschriebene Krankheitsbild, er nimmt den Ausdruck wörtlich (wie Psychopathie) „eine Schwäche der Psyche“. Es ist schwer den Wert solcher Änderungen einzusehen, wir müssen auch in der Chemie z. B. Oxygen sagen, trotzdem das Wort nicht mehr unserem Begriffe des Elementes entspricht. Den grössten Teil der Mitteilung nimmt die historische Einleitung ein; Dubois begrüsst in Heinroth seinen direkten Vorgänger. Für die moderne Physico-diaetotherapie hat er glückliche Worte, z. B.: l'élctricité, cette servante à tout faire, etc. Seine Anschauungen über die Psychogenese der Psychopathien sind bekannt; er bleibt konsequent in seiner Auffassung des Psychischen, (was man nicht von allen modernen Psychotherapeuten behaupten könnte), zeigt aber nur Verständnis für seine eigene Richtung. Von der Psychoanalyse sagt er, ohne es zu begründen: Ich kann der Psychoanalyse keinen therapeutischen Wert zuerkennen, auch nicht, wenn sie auf das Trauma kommt. [Verf. scheint die Arbeiten Freud's nach 1895, Datum der Publikation der Studien über Hysterie nicht zu kennen]. Er begrüsst aber die Forschungen der Analytiker über die Psychogenese der schweren Geistesstörungen, wofür der wissenschaftliche Grund nicht einzusehen ist, denn Dubois sagte im Anfang seines Vortrages: es existieren nur graduelle Unterschiede zwischen den Neurosen und den Psychosen. Warum: deux poids et deux mesures?
A. Maeder.