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Gegenstand dieser Abhandlung ist der Alpdruck. Jones beginnt mit einer Schilderung der Symptome dieses Übels, wobei er Autoren, die selbst daran litten, ausführlich zu Worte kommen lässt. Angst, Atemnot und Gefühl des Gelähmtseins findet er in der einschlägigen Literatur immer wieder als Hauptcharaktere des Alpdrucks genannt, dessen Zustandekommen die Forscher in der ältesten wie in der neuesten Zeit auf physiologischer Grundlage zu erklären versuchen. Die älteste und noch populärste ärztliche Hypothese, die auf Galen zurückreicht, erblickt die Ursache des Alpdrucks in Magenstörungen, die entweder mechanisch (Druck auf das Zwerchfell) oder auf dem Wege der Reizung des Nervensystems durch unverdaute Nahrung die quälenden Erscheinungen hervorrufen sollten. Andere wieder halten Zirkulationsstörungen infolge gezwungener Körperhaltung oder bei Herzkrankheiten für den wesentlichen Faktor, während eine dritte Gruppe Störungen der Respiration verantwortlich macht, so z. B. Binz, der eine Kohlensäure-Intoxikation des Gehirns annimmt. Im Nervensystem sucht nur ein einziger unter den modernen Autoren (Rousset) den Ort der primären Störung; aber auch seine Hypothese liegt auf physiologischem Gebiete, denn er meint, eine aktive Kongestion des Gehirns, hervorgerufen durch Erregungen am Vorabend, sei das Wesentliche. Kritische Beobachtungen haben Jones gelehrt, dass die als ätiologisch wirksam angeschuldigten Momente oft genug vorhanden sind ohne Alpdruck zu erzeugen, und dass sie anderseits bei Alpdruck häufig fehlen. Deshalb scheint ihm die Annahme einer Prädisposition unabweisbar und deren Definierung der Kernpunkt des Problems. Um aber diese Prädisposition zu fassen, geht Jones vom Phänomen der Angst aus, die er als hervorstechendstes Symptom des Anfalls betrachtet. Hier nun stellt er sich auf den Boden der Freud'schen Theorie, betont die engen Beziehungen der Angst zu verdrängter Sexualität und weist auf den Angsttraum hin, der zum Erwachen führt, wenn der Konflikt zwischen W