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Als der eigentliche Kern des Selbstbewusstseins wird das Lebensgefühl hingestellt. — Neben den normalen Veränderungen des Selbstbewusstseins werden besonders die pathologischen eingehender beschrieben.
Das Phänomen der Depersonalisation, das ein Kranker folgendermassen beschreibt: „Während ich bisher nur an nervösen Angstzuständen zu leiden hatte, begann ich nunmehr mir innerlich mehr und mehr fremd zu werden. Ich hatte nicht mehr das Gefühl der Identität mit mir selbst. Mein Gesicht im Spiegel kam mir fremd vor, der Ton meiner Stimme schien mir ein anderer geworden zu sein…. Meine Gemüts- und Willensgefühle wurden schwächer und schwächer und hörten schliesslich ganz auf. Keine Vorstellung, auch nicht die der mir liebsten Personen, vermochte irgend ein Gefühl in mir zu wecken. Beim Handeln hatte ich nicht das Gefühl des Wollens. Dieser Zustand wurde noch traumhafter, da allmählich fast alle Gedanken aufhörten, wenigstens zeitweise. Alles Selbstbewusstsein hört auf. Das Bewusstsein, die Einsicht in meinem Zustand dagegen, blieb völlig bestehen.“ Dieser Zustand wird als „Hemmung des gesamten Gefühlslebens“ erklärt, was aber nichts als eine Umschreibung der Beschreibung des Pat. ist. Dagegen scheint sich eine Erklärung dieses Phänomens von psychoanalytischen Gesichtspunkten aus zu bieten, wie sie etwa Dr. Stekel in seinem Referat der dieses Zentralblattes, S. 62 f.) angedeutet hat1).
Die sukzessiven Veränderungen des Selbstbewusstseins. Hier werden die berühmten Fälle periodischen, mehr oder minder weitgehenden
1) Vergl. auch den Roman von Hugh Conway: Called back (Tauchnitz Edition; deutsche Übersetzung in Reklams Universal. Bibliothek Nr. 3236/37: Erinnern, wie das stofflich verwandte Schauspiel Georg Hirschfelds: Das zweite Leben. (Anmerkung des Referenten.)
Gedächtnisverlustes genannt, die in dem Schauspiel Lindaus „Der Andere“ auch dichterische Verwertung gefunden haben1).
Diese bisher als Dédoublement de personnalité bezeichneten Fälle bedeuten aber im Prinzip keinesw