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17. Sitzung, am 1. Februar 1911:
Dr. Alfred Adler: Der männliche Protest, seine Rolle und Bedeutung in der Neurose.
Von einer kritischen Betrachtung des Begriffes der Verdrängung ausgehend schildert der Vortragende die Einfügung des neurotisch disponierten Kindes in die Kultur, die von intensiver Trotzeinstellung begleitet sei und macht für diese Einstellung, diese Lust am Verkehrten, Verbotenen, in Verbindung mit einer Gier nach Geltung, zwei Durchgangspunkte der psychischen Entwicklung verantwortlich: 1. Das Aufkeimen eines Minderheitsgefühls im Zusammenhang mit einer Minderwertigkeit gewisser Organe, und 2. deutliche Hinweise auf eine ehemalige Befürchtung vor einer weiblichen Rolle. An Hand eines Falles wird darauf hingewiesen, dass der Pat. seine Libido arrangierte, um sich vor ihr fortwährend zu sichern, dass er seine Phantasien als Schreckbilder für sich aufrichtete und dass schliesslich der Ödipuskomplex als Teilerscheinung des männlichen Protestes zu verstehen sci, als der reduzierte Ausdruck seiner Geltungs- und Herrschsucht, die sich frühzeitig schon auf Vater und Mutter erstreckten.
18. Sitzung, am 8. Februar 1911:
Diskussion über Adler's Vortrag (17. Sitzung).
19. Sitzung, am 15. Februar 1911:
Dr. Hans Sachs: Über die Anwendbarkeit der Psychoanalyse auf Werke der Dichtkunst.
Nachdem der Vortragende die Einwendungen zu widerlegen versucht hat, die sich gegen die Anwendung der Psychoanalyse auf Werke der Dichtkunst erbeben können, gibt er eine kurze Analyse von Heines Loreley und erörtert dann im einzelnen die Beziehungen des Tagtraums zur Dichtung, um schliesslich die Wirkung des Kunstwerks mit der unbewussten Wirkung bei der Suggestion (Hypnose, Ferenczi) in Parallele zu stellen.
20. Sitzung, am 22. Februar 1911:
Fortsetzung der Diskussion über Adler's Vortrag (vom 1. Februar).