You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Man wolle nicht eine systematische Behandlung des Gegenstandes erwarten, es wird sich nur um Notizen, Bemerkungen über die Genese der Symbolik handeln. — Durch Freud und die Züricher Schule ist der Begriff der „Projektion“ in die Psychopathologie eingetreten. Eine spezielle Form derselben, welche darin besteht, dass einzelne Organe des Körpers des Schizophrenen in die Aussenwelt projiziert und als (vom Ich abgelöste) Objekte des Wahnes wieder aufgenommen werden, wurde unter dem Namen „Exteriorisation“ geschildert1). Der Paranoide J. B. sieht in den Äpfeln des Obstgartens Vervielfältigungen seiner Genitalien; er wird gern beim Gärtner beschäftigt, drückte einmal sogar den Wunsch aus, seine letzten Tage der Kultur des „edlen“ Obstes zu widmen. Er hält sich für den Herrn dieser Welt, der aber unter den sexuellen Verfolgungen des Teufels zu leiden hat, der ihn impotent machen will und seine Geschlechtsorgane ruiniert. Er sieht also im Garten das Objekt seines Wunsches, „gesundes, edles Obst“, das er gerne pflegt. — F. R. schreit vor Schmerzen, wenn jemand an der Wasserleitung im Hause manipuliert. Die Untersuchung des Wahngebildes stellt fest, dass Patient seinen eigenen Körper mit dem Anstaltsgebäude identifiziert hat; er hält die Leitung für ein eigenes Blutgefäss2). In diesen zwei Fällen liess sich nachweisen, dass nur Körperteile, welche im Wahn der Patienten eine Rolle spielen, „exteriorisiert“ werden. Das überwertige (oder besser gesagt, das überbesetzte) Organ wird nach aussen projiziert und mit einem irgendwie ähnlich aussehenden Gegenstand der Aussenwelt überdeckt und identifiziert (selbstverständlich ist der Vorgang unbewusst). Das so gewählte Objekt wird als bildliche Vorstellung, als Symbol (sensu lato) auf dem Wege der Wahrnehmung vom Patienten aufgenommen. Dieser Vorgang spielt sich in akuten Aufregungszuständen besonders häufig ab und gibt wohl die Erklärung der Tatsache, dass die Patienten sich in solchem Stadium nur von komplexbedingten Gegenständen (un