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A. Binetu. T. Simongeben im 16. Band der Année Psychologique eine ausführliche Darstellung des französischen Standpunktes in der Hysteriefrage. Aus der geschichtlichen Einleitung heben wir den Kampf zwischen der Charcot'schen Schule und derjenigen von Nancy hervor. Letztere machte die Pariser Forscher auf die Gefahr der Suggestion während der ärztlichen Untersuchung aufmerksam, auf die Entstehung von künstlichen Symptomen etc. Was man von der Gesichtsfeldeinengung, vom Fehlen des Gaumenreflexes diagnostisch zu halten hat, weiss man seit dieser Zeit, leider ist dies noch nicht Allgemeingut der Ärzte geworden. Es gibt noch viele Universitätskliniker (Internisten!), welche diese Symptome als differentialdiagnostische Merkmale benützen. — Die Autoren besprechen zuerst die Auffassung Bernheim's, Babinski's, Janet's.
Bernheim stellt für die Diagnose der Hysterie 3 Hauptbedingungen fest: 1. der Hysterikus ist ein emotiver Mensch, 2. er zeigt häufig Krampfanfälle (Crises convulsives), 3. er besitzt einen hysterogenen Apparat.
Mit letzterem Begriffe lässt sich überhaupt nichts anfangen, Bernheim begeht eine Tautologie, wenn er den Hysterikus durch diesen