You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Prof. Freud: Materialien zur Traumlehre.
Es werden zwei neue Sexualsymbole (die Krawatte als männliches, das Holz als weibliches) aus Träumen erwiesen, ferner einige technische Kunstgriffe zur Symbolik (Ort, an dem man schon einmal war) wie zur Umkehrungsdeutung (doppelte Umkehrung) gegeben und endlich drei Beispiele auf die Annahme Swobodas hin geprüft, dass das Material des Traumes vor einem periodischen Zeitintervall erlebt wurde. Die ausführliche Analyse ergibt in zwei Fällen allerdings ein periodisches Intervall, aber die Ereignisse des Traumtages determinieren das Traummaterial in völlig ausreichender Weise, so dass der Einfluss der periodischen Fälligkeit sehr zweifelhaft bleibt.
Bernhard Dattner: Psychoanalytische Probleme in Dostojewskis Raskolnikow.
Der Vortragende betrachtet, unter psychoanalytischer Verwertung des Traumes, den Raskolnikow vor dem Morde hat und der den Anstoss zur Tat gibt, den von dem Helden vollführten Mord aus drei Gesichtspunkten: 1. aus welchen Moüven er die Tat begehen wollte, 2. aus welchen Motiven er selbst sie begangen zu haben glaubt, und 3. aus welchen Motiven er sie wirklich begangen hat. Er kommt zu dem Schluss, dass sowohl das Motiv des sozialen Mitleids als auch die grossmannssüchtige Identifizierung mit Napoleon hinter dem eigentlichen Motiv zurücktreten müsse, das dem Mutter-Schwesterkomplex entstamme.
Dr. Friedrich S. Krauss als Gast: Das Mieder in Sitte und Brauch der Völker.