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Ein mir näher befreundeter Patient erzählte mir jüngst, er habe unlängst eine bekannte junge Dame im Strassenbahnwagen getroffen und lange Zeit mit ihr gesprochen, ohne sich, so sehr er sein Gedächtnis anstrengte, ihres Familiennamens entsinnen zu können, trotzdem ihm derselbe sonst sehr geläufig gewesen sei. Ihm seien nur die Namen „Stuart“ und „Swertka“ eingefallen, die er jedoch selbst sofort als irrtümlich abweisen musste. Nach etwa halbstündiger, in angeregtem Gespräch verbrachter Fahrt stieg das Fräulein an einer Umsteigstelle aus. Da fiel ihm sofort der Name ein: Kaliina.
Ich fragte ihn, was ihm bei dem Namen Stuart einfalle. Natürlich Maria Stuart, ferner eine Burgtheatervorstellung dieses Dramas, antwortete er, in welcher die Damen Bleibtreu und Kaliina die Hauptrollen der Maria Stuart und der Königin Elisabeth geben. Es sei aber merkwürdig, dass ihm nicht Maria Stuart, sondern bloss Stuart eingefallen sei. Das Fräulein hiess auch gar nicht Maria. Auf meine Frage, ob er nicht eine Marie kenne, gab er zur Antwort, dass ihm viele dieses Namens bekannt seien, der in Wien sehr verbreitet ist, eine Marie aber habe in seinem Leben eine grosse Rolle gespielt, und er habe keinen Grund, mir, seinem Arzte und Freunde, etwas davon zu verheimlichen, um so weniger, da ich