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Das Lesen dieser Novelle zeigt uns, dass der Verfasser nicht bloss ein genauer Analytiker der femininen wie maskulinen Psyche ist, sondern dass auch die Novelle ihre Entstehung einer psychoanalytischen Studie verdankt.
„Die Unschuldige bringt in der feinsten künstlerischen Form die Tatsache, dass eine Evakuierung der Psyche für den modernen Menschen bedingungslose Notwendigkeit ist.
„Die Unschuldige“ bringt in der feinsten künstlerischen Form die Tatsache, an demselben angeklagt. Ihre Unschuld beteuert sie stets. Ihr Advokat, den sie bereits vor der Tat über alles liebt, erwirkt durch seine Verteidigung ihren Freispruch. Unmittelbar darnach fällt ihre Hochzeit mit dem Advokaten. Wir finden sie am Hochzeitsabende mit ihrer Amme im Boudoir, in Erwartung ihres Advokaten, Retters und Gatten. Dem Gespräche mit der Alten entnehmen wir, dass auf ihr ein schwerer psychischer Druck lastet. Von diesem will sie sich befreien. Sie