You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In diesem Aufsatz bespricht Stigter kurz und sachlich die Psychoanalyse, ihre Entstehung und Entwickelung und ihre Handhabung. Den Wert der Freud'schen Arbeit beurteilt er sehr günstig, wie z. B. aus den folgenden Zitaten hervorgeht: „Derjenige, welcher in den letzten Jahren die Psychotherapie in eine gewisse Richtung mit unvergleichbarer Begabung und Enthusiasmus befördert hat, ist Sigmund Freud, der viel geschmähte und viel gepriesene. Ich zögere nicht, die Arbeit des Mannes in psychologischer Hinsicht aussergewöhnlich zu nennen.“ Und weiter: „Der psychologische Gewinn durch Freud's Untersuchungen ist meines Erachtens bedeutungsvoll und in dieser Hinsicht wird seine Arbeit immer bleibenden Wert behalten, wie diejenige von Charcot, Liébault, Bernheim und Janet. Die Psychoanalyse als Behandlungsmethode scheint ihm von geringem Nutzen. Die Art, in der Freud seine Analyse führt, wird als umständlich und nicht rationell geschildert, weil sie den Arzt zuviel von seinem Patienten abhängig macht. Auch der Verzicht auf die Hypnose wird von Stigter als nachteilig empfunden.
van Ophuysen.