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Vom Erstlingswerke Hauptmann's „Vor Sonnenaufgang“ bis zur versunkenen Glocke unterzieht Wulffen die Dramen des modernen Dichters einer eingehenden Analyse vom kriminalpsychologischen Standpunkte aus. Das Kriminelle ist besonders eingehend und, wie vorauszusetzen ist, mit grosser Sachkenntnis behandelt. Auch versucht Wulffen, überall dem sexuellen Problem gerecht zu werden. Allerdings bleibt er uns in dieser
Arbeit noch sehr vieles in dieser Hinsicht schuldig. Es sind Arbeiten eines Psychologen, der seinen Krafft-Ebing genau kennt und von Freud Einiges gehört hat. Das ist allerdings schon ziemlich viel und mehr als wir bisher gewohnt waren, da das Sexuelle noch ein „Noli me tangere“ war. Wir vermissen jedoch in diesen Ausführungen, die mir das Produkt eines Kompromisses aus alten und neuen Standpunkten scheinen, viele wichtige Beziehungen, die Freud und seine Schule aufgedeckt haben.
Stekel.