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Ich hege die Vermutung, dass es in unserer Gesellschaft eine Anzahl von Neurologen gibt, deren Stellung zu Freud's Methode der Untersuchung und Behandlung einer grossen, wichtigen und verhältnismässig wenig beachteten Krankheitsgruppe — einer Methode, welcher der Name „Psychoanalyse“ beigelegt wurde — eine ähnliche ist, wie ich sie selbst noch vor ungefähr einem Jahre eingenommen habe. Mich hatten lange vorher einzelne seiner Behauptungen abgestossen, und obwohl ich verschiedene seiner Schriften gelesen hatte, schenkte ich doch den darin behandelten Problemen nicht die ihnen gebührende Aufmerksamkeit, bis, vor wenigen Monaten, im vergangenen September Freud und Jung nach Amerika kamen und kurze Vorlesungskurse an der Clark Universität in Worcester hielten. Seither habe ich, in mehr oder minder vollständiger, manchmal sogar ziemlich unvollkommener Weise, etwa zwanzig Kranke behandelt, die an Angstneurose, Hysterie, Neurasthenie, Phobien und Zwangsimpulsen litten. Darunter befand sich auch ein Fall von Impotenz und einer von Stottern, welche mich beide ausserordentlich interessierten.
Diese Gruppe von Fällen scheint mir für den Zweck meiner Mitteilung darum von besonderer Bedeutung, weil ich manche von diesen Patienten schon früher behandelt hatte — einige von ihnen, wenn auch nicht kontinuierlich, Jahre hindurch —, wodurch sich mir die beste Gelegenheit bot, die mit der neuen Methode erzielten Resultate mit den früher erreichten zu vergleichen.
Die neuen Ergebnisse erwiesen sich nun in fast jeder Hinsicht wesentlich besser als die alten, und eine Vergleichung dessen, was nach Beginn dieser Behandlungsmethode erzielt wurde, mit dem, was vorher