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Aus der Analyse der Träume und Neurosen wissen wir, dass der mütterliche Körper häufig durch gewisse, wiederkehrende Symbole dargestellt wird. Besonders oft begegnen uns zwei Bilder: entweder ein einsames Haus in einem Garten oder Wald, wo man früher einmal gelebt zu haben meint, oder ein verborgener Raum mit (engem Zugang, in den man sich aus angstvoller Situation flüchten möchte. Ich gebe einige Beispiele, verzichte aber der Kürze halber auf eine genaue analytische Begründung meiner Deutung. Es handelt sich übrigens um psychische Phänomene, die jedem Psychoanalytiker geläufig sind.
Pat. A. berichtet über eine seit seiner Jugend immer wiederkehrende Phantasie von grosser visueller Lebhaftigkeit. Er malt sich eine vornehme Villa aus, die in einem grossen südländischen Park gelegen ist. Er hat dabei das Gefühl, er müsse als kleiner Knabe an diesem Ort gelebt haben.
Pat. B., der an schweren Angstzuständen leidet, versetzt sich in seinen Tagträumereien an einen versteckten Ort. Tief im Walde und unter der Erde liegt ein nur ihm bekanntes Gemach. Sein höchster Wunsch wäre, dort einsam seinen Phantasien zu leben.
Pat. C. träumt einmal: Er befindet sich in einer öden, schauerlichen Gegend zwischen Felsen. Auf einmal beginnen Steine auf ihn niederzufallen. Schliesslich trifft ihn ein Hagel von Steinen. Während er in furchtbarer Angst schwebt, hat er das Gefühl, es sei irgendwo eine Öffnung im Boden; in diese müsse er hineinschlüpfen, um ganz gesichert zu sein. „Dabei habe ich ein wonniges Gefühl von etwas Warmem, Mütterlichem.“ — Pat. wurde als Knabe von dem sehr tyrannischen Vater oft und heftig gezüchtigt. (Der Hagel von Steinen, der auf ihn niedergeht.) An diese Szenen knüpfte sich für das Kind die schwerste Angst. In seiner Phantasie wird er dieser Angst entrückt, indem er in den Körper der Mutter flüchtet.
In diesen Beispielen handelt es sich um mehr oder weniger leicht erkennbare „Mutterleibsphantasien“. Die angeführten Beobachtungen sollen jedoch nicht die Kasuistik die