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Die neuartige Lehre Ad1er's vom „männlichen Protest“ als dem dynamischen Prinzipe der Neurosenbildung setzt dem Verständnisse deshalb so grosse Schwierigkeiten entgegen, weil die Freud'sche Psychoanalytik den verdrängten Triebregungen das Hauptaugenmerk zuwendet, während Adler nicht das Verdrängte — nach seiner Anschauung die „Weiblichkeit“ —, sondern das Verdrängende — den „männlichen Protest“ — in den Vordergrund des Interesses schieben will.
In rein formeller Hinsicht besteht also der Unterschied zwischen Adler's Lehre und der der Freudschule bloss in einem gänzlich überflüssigen Wechsel der sprachlichen Ausdrucksweise. Adler hätte ja ebensogut sagen können, die Entstehung der Neurose sei durch eine missglückte