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Der Autor, der diesem Kongress als Delegierter der Regierung von Chile beiwohnte, hat in besonders lichtvoller und von Missverständnissen
freier Weise den wesentlichen Inhalt der Verdrängungslehre und die ätiologische Bedeutung des sexuellen Moments für die Neurosen dargelegt. In würdevoller Bescheidenheit hält er mit einem endgültigen Urteil über die ganze Lehre zurück; seine Erfahrungen, meint er, gestatten ihm nicht mehr zu sagen, da er die Analyse in der Regel nicht über die Pubertätsanlässe der Erkrankung hinaus betrieben habe (y aun cuando nos mostramos reservados para emitir una opinión propia, se nos ha de perdonar, ya que nuestra expáriencia personal no alcanza á abarcar toda la latitud de sus doctrinas).
Doch lassen zahlreiche Äusserungen keinen Zweifel daran bestehen, welcher Oberzeugung er zuneigt. Die Existenz der infantilen Sexualität scheint ihm durch die vorliegenden Untersuchungen mit Sicherheit erwiesen (demostrada hasta la evidencia); er und andere (todos nosotros) hätten Gelegenheit gehabt, sie an neurotischen Kindern zu beobachten, bei denen sie mit gewissen Zügen von Übermass auftritt. Auch die Anwendung einer unvollständigen analytischen Behandlung reiche in einer grossen Zahl von Fällen hin, um eine erhebliche Besserung des psychischen Allgemeinzustandes zu erzielen, so dass die Kranken ihre Leistungsfähigkeit wiedergewinnen, selbst wenn die Symptome noch in geringer Intensität fortbestehen sollten. (… para traer una notable mejoría del estado general psíquico del paciente, aun cuando puedan seguir persistiendo sintomas que, por su poca acentuacion, no aparenten enfermedad y no lo inutilizen para la sociedad.) (Ref. möchte ganz besonders hervorheben, welch' gutes Verständnis der neurotischen Erkrankungen sich darin verrät, den Heilerfolg nicht in der Beseitigung einzelner Symptome, sondern in der Herstellung der Leistungsfähigkeit fürs Leben zu suchen.) Die Zwangsneurose preist der Autor als ganz besonders zugänglich für die analytische Ther